Warum wir die Zornrede von Hans Hurch in dieser Form bringen

Feuilleton | Die Redaktion | aus FALTER 43/14 vom 22.10.2014

Wir bringen diese Beschwerde von Hans Hurch in Form eines Zornmonologs, weil es uns wichtig schien, den Unmut des Viennale-Direktors zu dokumentieren und nicht zu entschärfen. Gleichzeitig machte es die gewählte Form unmöglich, die von Hurch Angegriffenen ihrerseits zu Statements zu bitten. Was nachgeholt werden soll, wenn dieser Text - wie wir hoffen - eine Debatte auslöst. Im Folgenden nur ein paar Anmerkungen zum besseren Verständnis des Textes. Naturgemäß stehen alle Personen mehr oder weniger in einem Naheverhältnis zueinander. Hurch war Feuilletonchef und Filmkritiker des Falter-,Filmmuseum-Direktor Alexander Horwath dessen Nachfolger als Filmkritiker, Hurch wiederum Horwaths Nachfolger als Viennale-Chef. Omasta folgte mittelbar Horwath als Falter-Filmkritiker. Das angesprochene "Naheverhältnis" von Michael Omasta zum Filmmuseum bezieht sich auf eine Buchreihe, die der Verein Synema gemeinsam mit dem Filmmuseum herausgibt (Omasta ist Vorstandsmitglied bei Synema und war freier Mitarbeiter beim Falter, seit Anfang 2014 ist er angestellt).

Der (derzeit karenzierte) Falter-Feuilletonchef Klaus Nüchtern stand dem von Hurch unterstützten Filmhausprojekt des Filmarchivs im Augarten publizistisch nicht zur Seite; über die Viennale und über Hurch äußerte er sich mitunter kritisch im Falter. Profil-Kulturchef Stefan Grissemann gilt als einer der versiertesten Filmkritiker des Landes. Im aktuellen Profil berichtet er unter dem Titel "Die seltsamen Synergien zwischen Viennale und Filmarchiv" (Profil 43/14) über das neue Metro Kinokulturhaus.

Die Falter-Redaktion hält das neue Metro Kinokulturhaus für einen Gewinn im kulturellen Angebot Wiens; die Formulierung "zweites Filmmuseum" (Falter 42/14) sollte weder die eine noch die andere Institution abwerten. Die Stadt muss groß genug für beide sein.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige