"Was mach ich jetzt mit meiner Geilheit?"

Interne Akten aus dem Justizministerium zeigen, wie massiv junge Gefängnispsychologinnen von Vorgesetzten systematisch sexuell belästigt werden. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft. Ein Sittenbild

Politik | BERICHT: FLORIAN KLENK | aus FALTER 43/14 vom 22.10.2014


Foto: FALTER

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Die erste Anstaltspsychologin sagte aus, der Chef habe sie ins Büro gebeten und sie am Unterleib angefasst, ihr dort auf einmal ans „Geschlechtsteil“ gegriffen. Er sei „zwischen den Beinen hinaufgefahren“, habe „reibende Bewegungen“ gemacht und gemeint, dass man sich hier in dieser freudlosen Justizanstalt die Arbeit doch auch „verschönen könne“.

Sie habe die Luft angehalten, sei „völlig perplex“ gewesen, habe ihn „in den Oberarm geboxt“ und ein „Arschloch“ genannt. Als sie ihn endlich erfolgreich zurückstieß, habe er sich nicht entschuldigt, sondern über seinen „Steifen“ geklagt. Er fragte: „Was soll ich nun mit meiner Geilheit machen?“


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