Fall Bakary J.: wie die Foltercops ihr Opfer in der Krone verleumden

Politik | ÜBERBLICK: FLORIAN KLENK | aus FALTER 43/14 vom 22.10.2014

Acht Jahre ist es her, dass Bakary J. von Wega-Beamten in einer Simmeringer Lagerhalle so gefoltert wurde, dass ihm der Schädelknochen brach. Nun macht der Fall erneut Schlagzeilen. Die Foren - etwa der Krone - sind voller Hass gegen das Opfer. Was ist geschehen? Die Antwort: Es geht nun ums Geld.

Die Vorgeschichte: Bakary J., Vater zweier österreichischer Kinder, wurde nicht nur gefoltert, der Fall sollte offenbar auch vertuscht werden. Amtsärzte hatten Verletzungen nicht dokumentiert (und wurden dafür nie belangt). Einem Bericht von Falter-Redakteurin Nina Horaczek, einem Foto von J.s Exfrau und der akribischen Ermittlung des Büros für Interne Angelegenheiten ist es zu verdanken, dass vier Beamte mittels Sachbeweisen überführt werden konnten.

Um Haftstrafen zu entgehen, legten sie in letzter Sekunde Geständnisse ab. Mit acht Monaten auf Bewährung schickte die Justiz die Beamten zurück in den Dienst. Eine "Sauerei", wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Gerhard Jarosch, kritisierte.


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