Jetzt noch das Baby nach Businessplan?

Die Diskussion über das Einfrieren von Eizellen verkennt, was Frauen in der modernen Berufswelt wirklich fehlt


KOMMENTAR: BARBARA TÓTH
Falter & Meinung | aus FALTER 43/14 vom 22.10.2014

Wahrscheinlich ist unser historisches Erbe schuld. In einem Land wie Österreich, in dem die Nationalsozialisten ihren Wahn einer eugenisch und rassisch reinen Gesellschaft verwirklichen wollten, ist eine Debatte über das Einfrieren - und damit Auswählen und künstliche Befruchten -von Eizellen immer auch von der Vergangenheit überschattet.

Darf man das? Die biologische Uhr egoistisch anhalten, um sich das Designerbaby zum richtigen Zeitpunkt im gnadenlos selbstoptimierten Lebenslauf später einpflanzen zu lassen? Und soll ein Unternehmen diese Überlistung der Natur auch noch mit Frostprämien bis zu 20.000 Dollar fördern?

Das sind die falschen Fragen. In der von Facebook und Apple losgetretenen Debatte über das "Social Freezing" - also eine Art Baby-Rückversicherung für die Zeit, wenn die Karriere erledigt ist - sollte es nicht darum gehen, ob Frauen ihre Fruchtbarkeit aus der Gegenwart in die Zukunft retten dürfen.

Natürlich dürfen sie das. Genauso, wie sie mit der Pille verhüten,

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