"So ist die Liebe, egoistisch und wechselhaft"

Jessica Hausner über ihren neuen Film "Amour Fou", die Unmöglichkeit wirklicher Nähe und Frauen im Regiefach

Feuilleton | Gespräch: Michael Omasta, Michael Pekler | aus FALTER 43/14 vom 22.10.2014


Foto: Stadtkino

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Jessica Hausners vierter Spielfilm „Amour Fou“ eröffnet nach seiner Premiere in Cannes und der darauffolgenden ansehnlichen Festivaltournee nun die Viennale. Inspiriert vom Suizid des Dichters Heinrich von Kleist im Jahr 1811, erzählt der Film vom Leben jener jungen Frau, die der unglückliche Literat zur Begleiterin für seine letzte Tat erwählte.

„Amour Fou“ ist ein vielschichtiges Werk, und gegen die Bezeichnung tragikomischer Kostümfilm hat auch Hausner im Interview nichts einzuwenden. Die von Birte Schnöink gespielte Henriette Vogel setzt dabei die Reihe der Frauenfiguren in Hausners vorigen Arbeiten fort: Sowohl die Rezeptionistin in „Hotel“ (2004) als auch die Pilgerin in „Lourdes“ (2009) stießen bei ihrer Suche nach einer anderen Welt an ihre Grenzen – und gingen über diese hinaus. Ein Schritt, der nun auch über Henriette Vogels Schicksal bestimmt.


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