Das fesche Fräulein Fehlerfrei

Helene Fischer hat den deutschen Schlager verjüngt und gesellschaftsfähig gemacht. Sie kann sich nur noch selber vom Thron stoßen

Feuilleton | Einschätzung: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 43/14 vom 22.10.2014

Zu ihrem 30. Geburtstag sind gerade zwei unautorisierte Biografien über Helene Fischer erschienen. Conrad Lerchenfeldts "Helene Fischer" wartet mit einer schönen Anekdote auf. Als sie ihren Manager Uwe Kanthak kennenlernte, besuchte die junge Helene noch eine Musicalschule und träumte davon, ein Star wie ihr großes Idol Céline Dion zu werden. Oder zumindest wie Jennifer Rush, deren "The Power of Love" sie auf ihrem ersten Demoband nachsang.

Der Manager eröffnete ihr jedoch, sie würde unter seinen Fittichen deutschen Schlager singen. Fischer soll damals bitterlich geweint haben. Aber das Mädchen, das 1988 als Vierjährige mit ihren deutschrussischen Eltern von Sibirien nach Deutschland kam, hat mitgemacht, Disziplin bewiesen und immer gelächelt.

Seit 2008 führt sie eine medienwirksame Fernbeziehung mit ihrem Kollegen Florian Silbereisen. "Ziehen sie jetzt endlich zusammen?""Haben sie sich verlobt?""Will Helene ein Baby?" So bleibt man in den Klatschspalten.

Sich auf die Welt der Schnulzen


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