Julius Deutschbauer vergibt wieder Theaterpreise, die keiner haben will

Feuilleton | VORBERICHT: WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 43/14 vom 22.10.2014

Die Nestroy-Gala geht heuer am 11. November in der Wiener Stadthalle über die Bühne. Bereits am kommenden Freitag findet im Werk X Eldorado (vormals Garage X) am Petersplatz zum dritten Mal eine weniger glamouröse Gala statt. Das Fernsehen ist nicht da, auch die Nominierten verzichten üblicherweise auf den Besuch.

Unter dem Motto "Suche die unpolitischste Theaterproduktion Wiens" vergibt der Wiener Künstler und Performer Julius Deutschbauer Anti-Preise in Kategorien wie "Die dickste Staubschicht" oder "Der längste Zeigefinger". Die Veranstaltung funktioniert im Prinzip ähnlich wie der "Nestroy": Eine Jury, der neben Deutschbauer heuer u.a. die Philosophin Isolde Charim und die Künstlerin Elisabeth von Samsonow angehören, nominierte in sieben Kategorien je drei Kandidaten; die Sieger werden erst am Abend bekannt gegeben -und mit liebevollen Laudationes bedacht. Der Spezialpreis, das steht bereits fest, geht an den pensionierten Bundestheaterchef Georg Springer - für sein Lebenswerk.

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