Gibt's nur einmal, kommt nicht wieder

Matthias Lošek, Intendant des Festivals Wien Modern, verspricht unwiederholbare Hörerlebnisse


Vorschaugespräch: Armin Thurnher
Feuilleton | aus FALTER 44/14 vom 29.10.2014

Matthias Lošek legt nach der Ausgabe von Wien Modern 2015 sein Amt zurück. Nein, da gebe es nichts zu erklären. Der 45-Jährige studierte Zeitgeschichtler, der zuvor bei den Bregenzer Festspielen die Schiene "Kunst aus der Zeit" leitete und dann drei Jahre im Büro des Wiener Kulturstadtrats Andreas Mailath-Pokorny verbrachte, ehe er 2010 zum Leiter von Wien Modern bestellt wurde, will einfach nicht mehr. Schon gar nicht will er jetzt schon ein Bilanzgespräch.

Seine Bilanzunlust sei untypisch, er wisse das, es tue ihm leid. Aber er könne nicht dienen. Ein Kollege habe ihm gerade am Telefon mitgeteilt, eine Eröffnung stehe an, und er hoffe, er überlebe sie. Lošek beruhigte ihn: "Junge, es ist nur eine Eröffnung!"

Da nimmt sich einer ostentativ nicht so wichtig, will lieber über das Programm seines Festivals reden als über seine persönlichen Pläne. Sympathisch. Lošek scheut den Versuch nicht, gerade auf Basis neuer Musik den Mainstream zu erreichen. Die Sitcom-Oper heuer (siehe

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