Aufstand am Alsergrund

Im Schubertviertel soll ein Suchthilfezentrum eröffnet werden. Die Anrainer fürchten sich vor dem Verfall ihres hübschen Grätzels. Zu Recht?

Politik | Grätzelbesuch: Birgit Wittstock | aus FALTER 44/14 vom 29.10.2014

Idyllisch, das ist die Bezeichnung, die den Bewohnern des Sobieskiplatzes zu ihrem Viertel einfällt: ein kleiner, kopfsteingespflasterter Platz am Alsergrund, zwischen Nußdorfer Straße und Währinger Gürtel, gesäumt von ein paar Bäumen, in der Mitte ein Brunnen. An lauen Abenden gönnt man sich im Gastgarten des Highlanders ein Bier, die gehobenere Klientel sitzt beim Walletschek bei einem Glas Wein. Dazwischen spielen Kinder und Hunde. An Samstagen bieten ein paar Marktstände Obst und Gemüse, Brot, Käse und Wurstwaren feil. "Es ist einfach nett", sagt Hendrik Dekkers, 45, der mit seiner Frau eine Firma für Werbesysteme betreibt und vor zwei Jahren mit seinen fünf Kindern ins Schubertviertel gezogen ist.

Glaubt man Dekkers, ballen sich aber gerade Gewitterwolken über dem Grätzel zusammen und dieses empfindsame Biotop droht zu kippen - oder besser gesagt: Es wird seiner Ansicht nach mutwillig gekippt. Am 13. November nämlich wird die Suchtund Drogenkoordination Wien (SDW) in


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