Der junge Freche aus dem Privatfernsehen

Martin Thür hat nun eine eigene Politiksendung auf ATV. Die Gesprächsreihe kann noch besser werden

Medien | Porträt: Ingrid Brodnig | aus FALTER 44/14 vom 29.10.2014


Foto: Heribert Corn

Foto: Heribert Corn

Für den Bruchteil einer Sekunde wirkt Matthias Strolz verunsichert. Der Fernsehmoderator fragte ihn gerade, warum er beim Thema Religion immer so verkrampft ist. Neos-Parteichef Strolz wendet kurz den Blick ab und antwortet dann: „Bin ich verkrampft? Nein, nein, nein.“

Der Moderator, der Politprofi Strolz einen Moment lang irritierte, ist Martin Thür, ein junger, telegener Mann im schicken Anzug. Thür tritt nicht im öffentlich-rechtlichen Rundfunk auf, sondern auf dem Privatsender ATV. Seit vergangener Woche läuft dort die Politiksendung „Klartext“ um 22.25 Uhr, die sich selbst ambitioniert als „Talk einer neuen Generation“ beschreibt. Thür ist nicht nur das Gesicht des Talks, er hat dessen Konzept erfunden, der bisher größte Schritt in der Karriere des 32-Jährigen.

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