Porridge versus Rote Rüben

Der englische Fantasy-Starautor Neil Gaiman weiß, wie man gute Bücher schreibt, wie man ein gutes Frühstück macht und was die Fiaker mit dem Tasmanischen Ameisenigel verbindet

Feuilleton | Interview: Hannah & Klaus Nüchtern | aus FALTER 44/14 vom 29.10.2014

Neil Gaiman ist ein Superstar der Fantasyliteratur, seine Bücher, die auch für das Kino und für das Fernsehen verfilmt wurden und werden, finden weltweit ein Millionenpublikum. In seinem jüngsten Buch, "Der Ozean am Ende der Straße", hat der in der Kleinstadt East Grinstead, Sussex, aufgewachsene Gaiman auf die eigene Kindheit zurückgegriffen.

Der Roman, eine Art modernes Horrormärchen, rast mit wüsten Spezialeffekten und dramatischen Kamerafahrten durch das Bewusstsein des Protagonisten. Er handelt von einem Mann, der anlässlich eines Begräbnisses in die Stadt seiner Kindheit zurückkehrt und sich an eine dramatische und ausgesprochen gruselige Episode aus jener Zeit erinnert, als er noch ein siebenjähriger Bub war: Ein Wesen, das sich Ursula Monkton nennt, nistet sich als scheinbar freundliches Kindermädchen im Haushalt ein, hat offenbar ein Verhältnis mit dem Vater und trachtet dem von Anfang an skeptischen Protagonisten nach dem, was man früher wohl die Seele genannt hätte.


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