Stadt, Wand, Fluss

Sportklettern, aber ohne Halle: Wien bietet eine Menge Möglichkeiten, die Wände hochzugehen. Urban Bouldern nennt sich der stadtalpine Sport

Bericht: Christopher Wurmdobler | Stadtleben | aus FALTER 44/14 vom 29.10.2014

Die Graffiti sind ein Problem. Welche Motive die Sprayer an die Otto-Wagner' sche Kai-Mauer am Donaukanal vis-à-vis vom Flex gemalt haben, ist Philipp Stromer und seinen Kletterkollegen egal. Das Problem sind die glatten Lackschichten auf der Mauer. Je mehr Farbe, desto glatter der Stein. Das bedeutet: weniger Halt. Doch der ist wichtig beim Urban Bouldern.

Urban ist momentan so ziemlich alles, was in der Stadt und im öffentlichen Raum stattfindet -vom Gärtnern bis zum Umstricken von Laternenmasten. Jetzt auch noch Klettern? "Schon in den 90er-Jahren sind die Leute in Wien geklettert", sagt Stromer, Betreiber der Website urbanboulder.com und Autor des Buches "Vienna Walls", das im November erscheint. Die Typen damals sagten halt nicht Urban Bouldern dazu, wenn sie am Reichsbrückenpfeiler Routen vorgaben oder die Flex-Wand bestiegen und zur Legende machten.

Bouldern, das sollte man vielleicht erklären, kommt aus dem Amerikanischen und bedeutet Sportklettern in Absprunghöhe. Man ist nicht

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