Nachgesehen Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Ein "Quotenserbe" geht vom blauen Schiff und dockt bei den Roten an

Politik | Wolfgang Zwander | aus FALTER 44/14 vom 29.10.2014

Seit ein paar Jahren lässt sich FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache mit serbischer Gebetsschnur abbilden. Die "Brojanica" ist zum Symbol dafür geworden, dass die FPÖ serbischstämmige Wähler an sich binden will. Ein weiteres Symbol der blauen Gebietserweiterung war der Austroserbe Luka Markovic, Bezirksrat in Meidling.

Bis vor kurzem übte er sein Mandat für die FPÖ aus, vergangene Woche gab er aber in der Gratiszeitung Heute bekannt, er sei aus der Partei ausgetreten. O-Ton: "Als Jugo hast gegen die Burschenschafter keine Chance." Einmal habe er "versehentlich" eine Einladung zum Akademikerball erhalten, "aber Strache hat mir dann gleich zu verstehen gegeben, dass es besser ist, wenn ich da nicht hingehe".

Wie ist Markovic zur FPÖ gekommen? "Dem Charme von Strache und seinem Versprechen sich für uns Serben einzusetzen habe ich Vertrauen geschenkt. Aber leider waren das alles nur leere Worte. Ich bin nur als Quotenserbe gebraucht worden."


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