Fotografie Kritik

Grenzgänger: vom Dadaismus zum Aktionismus

Lexikon | NS | aus FALTER 45/14 vom 05.11.2014

Der Galerist Julius Hummel besitzt eine beachtliche Man-Ray-Sammlung. Anlässlich des Monats der Fotografie hat er nun den Kurator Roland Fischer-Briand eingeladen, seine Raritäten zu präsentieren. Ursprünglich erwarb Man Ray seine Kamera nur zu dem Zweck, eigene Gemälde zu dokumentieren. Die Ausstellung zeigt sein legendäres Foto von Marcel Duchamps verstaubtem "Großen Glas", ebenso wie Porträts und Aktaufnahmen. Der in Paris lebende New Yorker prägte mit seinen Assemblagen und "Rayografien" den Dadaismus mit und hielt Sternstunden des Surrealismus fest, etwa im Portfolio "Résurrection des mannequins". Parallel zeigt die Schau "Man Ray, tour /detour" experimentelle Fetischfotos von Pierre Molinier sowie Kurt Krens vergrößerte Kader seiner Aktionismusfilme.

Galerie Hummel, bis 20.12.


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