Urbanes Betragen

Benimmfibel für Großstadtmenschen (189)

Stadtleben | aus FALTER 45/14 vom 05.11.2014

Herr D. möchte wissen, ob es noch zeitgemäß ist, mit "Grüß Gott" zu grüßen. Besonders, wenn man, wie er, Atheist ist.

Laut einer Umfrage des Linzer Instituts Spectra aus dem Jahr 2012 ist das klassische, katholische "Grüß Gott" wieder im Vormarsch. 2009 verwendeten es zwar nur 47 Prozent, drei Jahre später aber bereits 64 Prozent der befragten Österreicher. Wenn Sie also mit dem Zeitgeist gehen wollen, sind Sie mit "Grüß Gott" offensichtlich gut dabei. Geht es Ihnen aber auch darum, sich mit der Grußformel identifizieren zu können, so mag "Grüß Gott" aufgrund der religiösen Konnotation für einen überzeugten Atheisten tatsächlich ziemlich unpassend sein. Ihrem Alter entsprechend würden wir Ihnen also folgende Formeln empfehlen: ein weltliches "Guten Morgen/Tag/Abend" oder - etwas informeller -"Servus","Hallo","Hi","Ciao", - exotischer -"Salut" oder - ganz die alte Schule -"Küss die Hand".

Noch Fragen? stadtleben@falter.at


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