Kolumne

Putin ist bereit, den hohen Preis für die Ostukraine zu bezahlen

Außenpolitik

Falter & Meinung | Franz Kössler | aus FALTER 45/14 vom 05.11.2014

Waffenstillstand, Wahlen, Aufbau von gegenseitigem Vertrauen, wenn nötig unter dem Druck von Sanktionen, sind bewährte Instrumente der Krisenbewältigung. In der Ukraine funktionieren sie nicht, im Gegenteil: Es tut sich eine wachsende Kluft zwischen Russland und dem Westen auf.

Die Krise bleibt gefährlich, in unserer unmittelbaren Umgebung. Donezk, die größte Stadt der umkämpften Industrieregionen, liegt geografisch näher bei Wien als Madrid. Im Sommer bremste das Minsker Abkommen zwischen den Konfliktparteien im letzten Augenblick eine Konfrontation, die sich beinahe zu einem offenen ukrainisch-russischen Krieg aufgeschaukelt hatte. Doch es wird weiter um Flughäfen und Positionen gekämpft, es droht neuer Streit um Städte, die dem jeweiligen Gegner übergeben werden müssen. Die UN haben mehr als viertausend Opfer des Konflikts gezählt.

Das Drama der Flüchtlinge schafft es selten in die internationalen Medien. Es sind circa eine Million Menschen, vor allem Frauen und Kinder,


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