Neue Bücher

US-Autoren, tot und lebendig

Feuilleton | SF | aus FALTER 45/14 vom 05.11.2014

Drei Jahre hat der Journalist beim New Yorker D.T. Max das Leben von David Foster Wallace erforscht: mittels Interviews, der brieflichen Korrespondenz des Autors mit Familienmitgliedern, Freunden, Kollegen und nicht zuletzt in seinen Büchern - allen voran dem Roman-Ungetüm "Unendlicher Spaß". Der US-Autor, der sich 2008 46-jährig das Leben nahm, galt als brillantester Kopf seiner Generation, aber auch als sehr schwierige Persönlichkeit.

Max gelingt es in seiner Biografie, die zahlreichen, teilweise extrem widersprüchlichen Seiten zu zeigen. Dieser Mann war vieles: ein Genie mit dem Wortschatz eines Lexikons und TV-Junkie, in jungen Jahren ein College-Liebling und damals schon von Depressionen geplagt, Tenniscrack und Dauerkiffer, später großzügig zu Kollegen und manipulativ in seinen Beziehungen zu Frauen. Wahrscheinlich ist es unmöglich, alle Seiten von DFW zu zeigen, aber D.T. Max hat einen verdammt guten Job gemacht. S F

Wer als Drogensüchtiger 90 Tage clean bleibt, ist zwar


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