Zwischen den Welten

Vor genau 25 Jahren flüchtete Dirk Merbach über Österreich aus der DDR. Seit 25 Jahren lebt er im Westen. Sein Leben erinnert an eine Herrschaft , die in Europa in Vergessenheit gerät: den real existierenden Sozialismus


Spurensuche: Florian Klenk
Politik | aus FALTER 45/14 vom 05.11.2014


Dirk Merbach, fotografiert vom Fotoautomaten der „Meldestelle Altona“: „Ich flüchtete nicht vor Erich Honecker, sondern vor der Gesellschaft der DDR“. Sie ließ sich nach dem Mauerfall „mit Bananen bewerfen“ (Foto: Privat)

Dirk Merbach, fotografiert vom Fotoautomaten der „Meldestelle Altona“: „Ich flüchtete nicht vor Erich Honecker, sondern vor der Gesellschaft der DDR“. Sie ließ sich nach dem Mauerfall „mit Bananen bewerfen“ (Foto: Privat)

Merbach sagt, er habe sich nicht gefreut, als die Mauer fiel. Er saß auf seinem Stockbett in einem Flüchtlingsschiff in Hamburg Altona und war „verstimmt“, „irgendwie irritiert“, als er die Bilder im Fernsehen sah.

Merbach sagt, er sei ja nicht vor Erich Honecker geflohen, „sondern vor der Gesellschaft der DDR“. Sie stand nun wieder vor der Tür. „Die Leute ließen sich mit Bananen und Westgeld bewerfen und liefen mit Aldi-Tüten durch die Stadt.“

Würdelos sei das gewesen, würdelos.

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