Grüß Sie, ist das Ungeziefer endlich weg?

Vor einem Jahr dokumentierten Journalisten von Dossier Missstände in Asylheimen. Was geschah dann?

Bericht: Dossier | Politik | aus FALTER 45/14 vom 05.11.2014

Die Ortschaft Pama im Bezirk Neusiedl am See, rund eine Autostunde von Wien entfernt. Asylsuchende aus Afghanistan leben hier über einem Gasthaus. Bereitwillig führen manche von ihnen durch die Unterkunft, die ihnen vom Land Burgenland für die Dauer ihres Asylverfahrens zugewiesen wurde: Das Gebäude ist baufällig, in Schlafräumen wächst großflächig Schimmel. Matratzen, Kästen, Couches sind alt und verdreckt, Gas ist rationiert. In der Küche gibt es nur zwischen sieben und neun Uhr, zwölf und 14 und von 17 bis 21 Uhr Strom.

Das Verhalten des Eigentümers, Otto K., beschreiben sie als "respektlos und unmenschlich" - er behandle sie, die Asylsuchenden, "wie Tiere". An den Wänden hängen Schilder, auf denen K. ihnen mit Strafversetzung in andere Quartiere droht.

So präsentierte sich die Asylunterkunft in Pama im Juli 2013. Die Recherchen zu "Dossier: Asyl", einer journalistischen Untersuchung des heimischen Asylsystems, waren gerade angelaufen. Drei Monate lang dokumentierten Journalisten

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