Ein Ultimatum unter Parteifreunden

Die Volksanwaltschaft verlangt von der Stadt Wien, den Steinhof-Bericht bis Ende November offenzulegen

Politik | Bericht: Barbara Tóth | aus FALTER 46/14 vom 12.11.2014

Die Sache könnte ganz einfach sein: Eine Augenzeugin bricht ihr Schweigen und schildert die unhaltbaren Zustände, unter denen mehrfach behinderte Kinder bis in die 1980er-Jahre im städtischen Krankenhaus am Steinhof im Pavillon 15 verwahrt wurde. Das Personal war massiv überfordert, die Kinder zum Teil verwahrlost. So hat es eine ehemalige Krankenschwester dem Falter vor über einem Jahr erzählt (22/13).

Daraufhin richtet die politisch zuständige Wiener Stadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) eine Hotline und ein E-Mail-Postfach ein und beauftragt eine "Arbeitsgruppe Steinhof/Pavillon 15", um die Causa zu untersuchen. Zehn Monate später ist der "Endbericht" dieser Gruppe fertig. Aber es passiert - nichts.

Erst im September des heurigen Jahres präsentierte Wehsely emotional "berührt" eine dürre Presseinformation, in der festgehalten wird, dass alles, was damals passiert sei, zwar schrecklich, aber "rechtens" gewesen sei. Den vollständigen "Endbericht" könne man aus Datenschutzgründen


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