Mit Humor geht alles leichter

So unterhaltsam wie heuer war die Nestroy-Gala schon lang nicht mehr. Zu verdanken war das hauptsächlich den Staatskünstlern

Feuilleton | Reportage: Wolfgang Kralicek | aus FALTER 46/14 vom 12.11.2014

Das Theater ist meistens gut beraten, sich nicht zu ernst zu nehmen. Das gilt insbesondere für die Nestroy-Gala. Die Verleihung der Wiener Theaterpreise ist eine stark peinlichkeitsgefährdete Veranstaltung. Humor kann da helfen.

Es war also eine gute Entscheidung, die Moderation heuer den "Staatskünstlern" Thomas Maurer, Robert Palfrader und Florian Scheuba zu übertragen. (Auch wenn die Veranstalter ihre Wahl dann schon im Vorfeld bereut haben sollen.)

Nestroy-Veteranen fühlten sich an die legendäre Gala 2013 erinnert, als das Grazer Theater im Bahnhof die Inszenierung übernommen hatte und die von Michael Ostrowski dargestellte Witzfigur Schallbert Gilet durch den Abend führte. Ähnlich lustig war's auch diesmal. Auch dass auf sonstige Showeinlagen, mit denen die Gala gern in die Länge gezogen wird, diesmal verzichtet wurde, war erfreulich.

Running Gag der Staatskünstler-Moderationen war natürlich die Burgtheater-Affäre, für die es unverständlicherweise keinen Preis gegeben hat.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige