Dolm der Woche Wertungsexzess

Christian Höbart

Politik | aus FALTER 46/14 vom 12.11.2014

Christian Höbart, geschäftsführender FPÖ-Obmann in Niederösterreich, nennt Kriegsflüchtlinge aus Syrien auf Facebook also "Erd- und Höhlenmenschen". Die Anführungszeichen setzte er selber. Er muss sich gedacht haben, das sei besonders schlau, weil es seriöser wirkt.

Aber brauner Mist wird nicht besser, wenn man ihn paraphrasiert. Noch mehr stinkt er, wenn man ihn als "überspitzt" zu entschuldigen versucht, wie es FPÖ-General Herbert Kickl getan hat. Höbart ist ein einschlägiger Geselle. Antifa-Demonstranten sind für ihn "Gesindel" und "Abschaum", die mit "Schlagstöcken so richtig massiert gehören". Auch das sei "etwas zugespitzt" gewesen, rechtfertigte er sich zu Beginn des Jahres.

Dabei bedarf es bei Höbart schon lange keiner Zuspitzung mehr. Sein Verhalten reicht ganz ungeschminkt für den lupenreinen Dolm der Woche.


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