Des Fußgängers Freud, des Unternehmers Leid: Der erste Teil der Fußgängerzone Mahü wird nun eröffnet, doch Herr Papke ist immer noch dagegen

Stadtleben | BW | aus FALTER 46/14 vom 12.11.2014

Was Herr Papke von der neuen Mariahilfer Straße hält? Das hat er dem Falter bereits im Frühjahr erklärt, als wir ihn für unser Mahü-Special besuchten: nichts. Nun ist ein großer Teil der Fuzo fertig, und wir möchten wissen, ob sich Papkes Befürchtungen bewahrheitet haben. Auch heute kann er seine Meinung in einem einzigen Satz zusammenfassen: Seit die Grünen die Straße zur Fußgängerzone gemacht haben, sei der Umsatz seiner kleinen Trafik gleich neben dem Eingang zum Museumsquartier um gute 30 Prozent zurückgegangen; seinem einzigen Angestellten habe er kündigen müssen. "Mehr gibt es dazu nicht zu sagen", sagt er, seufzt und blickt mit grimmigem Gesicht durch die gläserne Eingangstür nach draußen. Das Gespräch scheint damit beendet. Dann überlegt es sich Wolfgang Papke, 64, Bürstenhaarschnitt, Randlosbrille, grüner Sweater mit der Aufschrift "Tabak Trafik Papke", aber doch anders. Zu sehr brennt ihm das Thema unter den Nägeln. Immerhin ist Papke unweit von hier geboren


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