Kolumne Außenpolitik

Luxemburg-Leaks: die EU und der harte Kampf ums Steuergeld

Falter & Meinung | Raimund Löw | aus FALTER 46/14 vom 12.11.2014

Dass Luxemburg als Paradies für Banken, Fonds und Finanzdienstleister reich wurde, ist seit langem bekannt. Die geleakten Dokumente des Internationalen Konsortiums für Investigativen Journalismus (ICIJ) beweisen einmal mehr, welche zentrale Rolle für den Aufstieg des Finanzplatzes Luxemburg die systematische Steuerminimierung einnahm, die das Großherzogtum 340 internationalen Großkonzernen ermöglicht.

Ikea, Amazon, Apple und die Deutsche Bank haben ihre Gewinne mit dem Segen der Luxemburger Behörden so kunstvoll verschoben, dass sie fast keine Steuern zahlen mussten.

Jean-Claude Juncker, fast 20 Jahre lang Regierungschef in Luxemburg und seit Anfang November Kommissionspräsident der EU, wehrt sich gegen die Bezeichnung seines Landes als Steueroase, weil das Großherzogtum angeblich keine internationalen oder europäischen Regeln verletzt.

Ob diese Behauptung jetzt noch zu halten ist, ist fraglich. Der französische Ökonom Gabriel Zucman fordert eine Zerschlagung der Luxemburg-Connection,

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