Seinesgleichen geschieht Der Kommentar des Herausgebers

20 Jahre Bürgermeister Häupl. Gegen die unwissensbasierte Ökonomie


Von Armin Thurnher
Falter & Meinung | aus FALTER 46/14 vom 12.11.2014

ut möglich, dass wir manche Aussagen Michael Häupls nicht ernst genug nehmen. Als wir ihn 2010 fragten, ob das sein letzter Wahlkampf werde, antwortete er trocken: "Wer sagt das? Konrad Adenauer wurde mit 71 Jahren Kanzler." Häupl ist erst 65, dieser Tage feiert er sein 20-jähriges Jubiläum als Bürgermeister, aber nicht umschwärmt von Kulturgrößen, sondern im Gespräch mit dem Biologen Josef Penninger. Wir schenken ihm keinen Jubelartikel, sondern den Versuch einer politischen Kritik.

Ein Wahlkampf steht bevor, in dem es Häupl leicht und schwer hat. Leicht, denn die Marginalisierung der ÖVP in Wien ist längst nicht aufgehalten. Schwer, denn die Neos sind zwar in einer ersten Krise, werden aber in Wien naturgemäß mehr Stimmen bekommen als in Vorarlberg oder Salzburg. Schwer, denn die Grünen haben sich in der Koalition gut geschlagen, wenig spricht dagegen, dass sie weiter zulegen werden. In der SPÖ herrscht teilweise Verdruss darüber statt Freude, einen Koalitionspartner

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