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Die Buch Wien ruft: Das Wochenende der Bücher

Lexikon | SF | aus FALTER 46/14 vom 12.11.2014

Dieses Wochenende steht ganz im Zeichen der Buch Wien. Der heimischen Buchmesse, von der viele anfangs meinten: "Brauch ma des?" Oder gleich sagten: "Brauch ma net." Weil: "Frankfurt samma net." Das stimmt. Und doch hat sich die Buch Wien in den paar Jahren, in denen sie nun ausgetragen wird, bewährt und etabliert. Sie will ja gar nicht mit der Frankfurter oder der Leipziger Buchmesse konkurrieren, sondern eine kleine, familiäre Messe sein. Und wer einmal da war, wird bestätigten: Das erfüllt sie.

Den Charme der Buch Wien hat ihr Programmdirektor Günter Kaindlstorfer einmal treffend zusammengefasst: "Man hat in einer einzigen Messehalle alles beieinander, was man braucht: gute Bücher, spannende Autorinnen, trinkfeste Verleger, kluge Autoren, neugierige Leserinnen und Leser." Manch einer kommt, um nach neuen Büchern zu stöbern, andere wollen ihre Lieblingsautoren live erleben und schätzen das dichte Programm an Kurzlesungen und Autorengesprächen. Schön an der Buch Wien ist auch, dass man leicht ins Gespräch kommt.

Inhaltlicher Anspruch der Buch Wien ist, den Buchmarkt in seiner Breite zu präsentieren. Neben der schönen Literatur und Sachbüchern, besonders zu historischen Themen, werden deshalb auch Kochbücher, Ratgeberliteratur, manch religiöses Werk sowie natürlich nicht zuletzt Kinderbücher vorgestellt. Zwei von vielen Auftritten seien hervorgehoben: Am Samstag liest der in Wien lebende komische deutsche Literaturonkel Joachim Lottmann aus seinem Gesellschaftsroman "Endlich Kokain" (17 Uhr). Und am Sonntag stellt die junge österreichische Erzählerin Nadine Kegele (Publikumspreis beim Bachmann-Preis 2013) ihren Debütroman "Bei Schlechtwetter bleiben Eidechsen zu Hause"(15 Uhr) vor. Die Eintrittspreise sind sehr moderat.

Messe Wien, Halle D, Fr 9.00-18.00, Sa 10.00-18.00, So 10.00-17.00


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