Digitalia

IT-Kolumne

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 46/14 vom 12.11.2014

Das Internet ist ein Echtzeitmedium, heißt es immer. Ich hege so meine Zweifel daran. Zumindest in Österreich scheint das Web ein paar Tage (wenn nicht Wochen) hinterherzuhinken, wenn es um die Verbreitung kurioser Geschichten, Fotos oder Videos geht.

Häufig ist es so, dass eine witzige Story in amerikanischen Blogs hochkocht, binnen eines Tages greifen das alle internationalen Onlinemedien auf (von Buzzfeed bis zum Guardian). Und wenn man glaubt, das Thema habe sich endgültig erledigt, berichten heimische Onlinemedien vom "Neuesten" aus dem Netz. Das Faszinierende daran: Viele in Österreich kennen die Story wirklich noch nicht und teilen sie begeistert, so als sei sie brandneu. Mich irritiert das jedes Mal wieder. Es hat aber auch etwas Charmantes: Offensichtlich leben viele Bürger noch nicht rund um die Uhr im Internet. Wie das genau funktioniert, was die alle mit ihrer freien Zeit anstellen, weiß ich aber auch nicht so genau.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige