Der Schleim des Inspektors

Die unglaubliche Geschichte eines Wiener Unternehmers, der behauptet, vor aller Augen von einem Polizisten misshandelt, ausgezogen, verhaftet und bespuckt worden zu sein

Politik | Bericht: Florian Klenk | aus FALTER 46/14 vom 12.11.2014

Es ist Freitagmittag, und Günter Bayer wählt im Büro seines Möbelgeschäfts Casa del Design die Nummer der Polizei. Er will beweisen, dass das, was er da erlebt hat, auch wirklich stimmt, "denn so etwas lasse ich mir nicht bieten".

Es erklingt der Donauwalzer, dann fordert ein Fräulein "Bitte warten", ehe endlich ein Beamter abhebt. Bayer verlangt das "Büro für besondere Ermittlungen" (BBE), jene Einheit, die Übergriffe von Polizisten "unverzüglich und unabhängig" aufklären sollte.

Es meldet sich Christian Felix, der Chef des BBE, persönlich.

"Ich stelle den Antrag, dass meine Hose sichergestellt wird", sagt Bayer zu Felix, der den Fall schon kennt. Die Hose sei, wie das BBE seit einer Woche weiß, von einem Polizisten bespuckt worden. Auf dem Wachzimmer Stiftgasse, vor den Augen einiger Kollegen. Der Schleim des Beamten klebe noch immer am linken Hosenbein. Man möge eine DNA-Probe entnehmen oder die Hose zumindest in Sicherheit bringen.

Christian Felix sagt: "Wir können diese


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