Der Giebelkreuz-Oligarch

Der ukrainische Oligarch Dmitri Firtasch soll in Wien ein Vermögen gewaschen haben. Was wussten seine Partner von der Raiffeisen? Eine Spurensuche

Politik | Bericht: Andreas Knapp | aus FALTER 46/14 vom 12.11.2014

Wenn's ums Geld geht, gibt es für Hermann Maier bekanntlich nur eine Bank. Ähnlich sieht das auch Dmitri Firtasch. "Eine ausgezeichnete Bank" sei das, mit der er seit 15 Jahren gut zusammenarbeite. Mit diesen Worten adelte der ebenso umtriebige wie mysteriöse Geschäftsmann aus der Ukraine Mitte Mai in einem ORF-Interview das von ihm präferierte Institut unter dem Giebelkreuz.

Da befand sich Firtasch bereits wieder auf freiem Fuß. Heimische Polizisten hatten den Oligarchen - 49, reich geworden im Gashandel zwischen Russland und der Ukraine - vergangenen März auf Ersuchen des FBI in Wien verhaftet. Die Vorwürfe der US-Behörden: Bestechung von Amtsträgern in Indien und Bildung einer kriminellen Vereinigung. Firtasch bestreitet alles, er vermutet eine politische Intrige der Amerikaner vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise. Die Tore der Justizanstalt Josefstadt öffneten sich für ihn jedenfalls nur gegen eine rekordverdächtige Kaution in der Höhe von 125 Millionen Euro und die Auflage,


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