Die Vienna Art Week: in sieben Tagen durch die Kunstwelt

Feuilleton | NS | aus FALTER 46/14 vom 12.11.2014

Die Vienna Art Week wurde 2004 auf Initiative des Auktionshauses Dorotheum gegründet, das so auf engere Tuchfühlung mit der zeitgenössischen Kunst gehen wollte. Damals sorgte der Charakter der Veranstaltung, deren Programm größtenteils aus Führungen in ohnehin laufende Ausstellungen bestand, für Verwirrung. Nach der ersten Ausgabe, bei der noch alles "exklusiv" und "VIP" sein sollte, setzt das Event auf Breite. Laut Veranstalter wurden die Besucherzahlen von 400 auf 35.000 (!) gesteigert.

Zur konstanten Eigenleistung zählt die Organisation von Podiumsdiskussionen: Heuer wird etwa am 21.11. im Dorotheum über Sammlernachwuchs gesprochen. "How to work with local art production in a globalized context" heißt ein Panel-Gespräch am 19.11. im 21er Haus, bei dem auch Gregor Muir, der Direktor des Londoner Institute for Contemporary Art, mitdiskutiert. Am 20.11. geben bei der Diskussion "Curators' Vision" an der Akademie der bildenden Künste unter anderem die Athener Kuratorin Marina Fokidis und Tobi Maier aus São Paulo Auskunft über ihre Zukunftsträume.

Unzählige Wiener Institutionen bieten extra Führungen und Vorträge an. Neben dem Open Studio Day werden am 22.11. Atelierbesuche bei privaten Wiener Artist-in-Residence-Programmen wie dem weissen haus oder der Sammlung Lenikus angeboten.

Auch von Experten geleitete Gallery-Tours stehen heuer wieder auf dem Programm; parallel eröffnen viele Offspaces anlässlich der Vienna Art Week neue Ausstellungen. Zum Jubiläum der Kunstwoche bietet der Künstler Gerald Straub eine besondere Sechstagestour an, einen "performativen Parcours", für den fleißige Teilnehmer auch einen Stempelpass und eine Urkunde bekommen.


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