Drittel-Life-Crisis

Sie sind jung, selbstbewusst, satt, haben Traumjobs und suchen nach dem Glück. Warum ist die Generation Y trotzdem so frustriert?

Politik | Essay: Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 46/14 vom 12.11.2014

Jüngst feierte eine Freundin ihren 30. Geburtstag auf dem Land. Draußen im Garten loderte ein Lagerfeuer, drinnen im Haus gab es Jause und Kuchen, es war ein schönes Fest. Rund um den Küchentisch hatten sich ihre Freunde versammelt, eine bunte Schar an Altersgenossen: Am Tischende saß eine Lehrerin, die sagte, sie wolle sich in den nächsten Wochen verändern. Sie wisse nicht, welchen Beruf sie künftig ergreifen werde, nur eines wolle sie nicht mehr sein: Lehrerin. Ihr gegenüber eine angehende Ärztin. Ihre Turnusausbildung dauert keine zwei Jahre mehr, jetzt überlegt sie, alles hinzuwerfen. Der Ärzteberuf erfülle sie nicht, sie wolle ihr Glück vielleicht nun doch lieber als Grafikdesignerin versuchen.

Rechts neben der Ärztin ein ehemaliger Grafikdesignstudent. Vor kurzem gab er seine Stelle als Multimedia-Spezialist auf. Damals, vor knapp zwei Jahren, als er den Job bekommen hatte, war die Freude darüber sehr groß gewesen, die Stelle war sicher und sehr gut bezahlt. Nun ist


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