Nachgetragen Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

IHS-Einzug unsicher: viele Fragezeichen bei der Causa Palais Strozzi

Politik | Wolfgang Zwander | aus FALTER 46/14 vom 12.11.2014

Bis vor Kurzem hat es so ausgesehen, als ob das Palais Strozzi samt Grünanlagen für die Öffentlichkeit verloren wäre. Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) wollte es verkaufen; im Prunkbau in der Josefstadt hätten teure Privatwohnungen gebaut werden sollen.

Nach einem Bürgeraufschrei kam es in den letzten Oktobertagen jedoch zu einer Überraschung: Die Verkaufspläne schienen plötzlich vom Tisch. Die BIG gab bekannt, dass sie nun exklusiv mit dem Institut für höhere Studien (IHS) verhandeln würde, das eine neue Bleibe suche und sich in das Palais einmieten wolle. Eine Benützung der Strozzi-Grünflächen durch die Wiener wurde dadurch wieder wahrscheinlicher.

Was gut klingt, ist jedoch mit vielen großen Fragezeichen versehen. Ein Sprecher des IHS sagte zum Falter, grundsätzlich sei man am Strozzi interessiert, aber man sei sich noch sehr unsicher, ob man sich das neue Quartier auch leisten könne. Man habe kein Zusatzbudget für den Umzug und müsste alle Kosten aus dem laufenden Budget finanzieren; allein die Heizkosten im großen Strozzi würden ein Loch in die IHS-Brieftasche fressen. Eine Bestätigung klingt anders.

Die BIG wollte sich zur "laufenden Verhandlung" nicht äußern.


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