Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Schlingermarkt: Hier geht's dem Pferd an den Kragen

Stadtleben | Lokalaugenschein: Florian Holzer | aus FALTER 46/14 vom 12.11.2014

Es gibt zweifellos hippere Märkte als den Floridsdorfer Schlingermarkt, der von Gentrifizierungs-Belangen noch so gut wie unberührt ist. Die Menschen hier wissen nicht, wie ein Bobo aussieht, Salat ist ihr Feind, tätowiert sind nur die Knackis, und wer hier ein Fahrrad mit nur einem Gang fährt, hat auch noch Stützräder dran. Und dass der Markt nur bis 14.30 Uhr offen hat, findet man ganz normal. Aber wunderschön ist er trotzdem, der Markt da im Hof dieses alten Gemeindebaus, also irgendwie zumindest. Und kurios auch. Die Lokale heißen Berger's Trinkeria und Café Konditorei "Auf a Tratscherl", die ehemalige Dorotheum-Filiale mit den vergitterten Fenstern beherbergt ein Bowlingcenter und eine Jägerstube, in der es Grillpfandl gibt.

Pferdeleberkäse-Deathmatch

Und ums Eck die Likörstube Supceny, in der man nicht nur rauchen darf, sondern geradezu soll, in der man 96-prozentigen Weingeist für den "Nuss-Ansatz" bekommt, und die Kräutermischung auch gleich dazu. Falls man gerade keine


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