Kabarett Kritiken

Ein Endspiel mit Helene Fischer und Horst Skoff

Lexikon | WK | aus FALTER 46/14 vom 12.11.2014

Ein Programm, in dem der Theaterregisseur Christoph Marthaler ebenso erwähnt wird wie die Tennislegende Horst Skoff, hat es wahrscheinlich noch nie gegeben. Davon abgesehen, hält sich der Überaschungseffekt von "Für die Eltern was Perverses" in Grenzen. Anders als angekündigt, handelt es sich dabei natürlich nicht um ein Theaterstück, sondern um ein Stermann-und-Grissemann-Programm, in dem auch der Musiker Oliver Welter mitspielt. Welter singt als lebendige Jukebox mit todesverachtender Grandezza Helene Fischer und die Scorpions, Grissemann glänzt als erblindeter Pantomime, Dirk Stermann hat sich eine Tanzsequenz auf den Leib choreografiert und präsentiert sein Wursttagebuch. Wäre Samuel Beckett so drauf gewesen wie diese Herren, dann hätte "Endspiel" vielleicht so ausgesehen. War er aber nicht. Trotzdem ein lustiger Abend.

Rabenhof, Fr, Sa, Do 20.00


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige