Pflegeheim, Glück allein?

Während die Steirer Regress zahlen mussten, wurde laut Landesrechnungshof in der Altenpflege jahrelang massiv Geld verschwendet. Können ÖVP und SPÖ das Debakel einfach ad acta legen?

Steiermark | Bericht: Gerlinde Pölsler | aus FALTER 47/14 vom 19.11.2014


Foto: J.J. Kucek

Foto: J.J. Kucek

Eineinhalb Jahre verbrachte Frau S. in einem Pflegeheim, bevor sie starb. Dann war auch ihr Sparbuch leer: Rund 3.400 Euro kostete ihr Heimplatz im Monat. Pension und Pflegegeld deckten 1.900 Euro ab, den Rest von 1.500 Euro zahlte sie von ihrem Ersparten. Frau S. war Selbstzahlerin, wie insgesamt 19 Prozent aller Heimbewohner in der Steiermark.

Hätte sie länger gelebt, dann hätten Mann und Kinder Pflegeregress zahlen müssen. So wie viele andere, die sich in den letzten Jahren pro Jahr mit etwa zehn Millionen Euro an den Pflegekosten ihrer Angehörigen beteiligten. Zuletzt als einzige in ganz Österreich, erst heuer wurde der Regress abgeschafft.


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