Nachgesehen Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Die rumänische Diaspora ist sich einig: "Nieder mit Ponta!"

Politik | BIRGIT WITTSTOCK | aus FALTER 47/14 vom 19.11.2014

Die Vorwahl am 2. November hatte Schlimmes vermuten lassen: Weltweit konnten zigtausende Rumänen ihre Stimmen nicht abgeben, weil die Regierung des amtierenden sozialdemokratischen Ministerpräsidenten Victor Ponta im Ausland zu wenige Wahllokale einrichten ließ. Aus Angst, sein liberaler Konkurrent Klaus Johannis könnte gewinnen.

Für die Stichwahl am 16. November waren wieder tausende Rumänen aus ganz Österreich angereist, um in der Botschaft in Wien ihre Stimme abzugeben. Die Wartezeit von sechs bis acht Stunden vertrieb man sich mit heißem Kaffee aus der Thermoskanne und "Jos Ponta!"-Gesängen ("Nieder mit Ponta!"). Und weil Not erfinderisch macht, hatte man sogar Minitransporter organisiert, die Busladungen mit Wählern nach Bratislava fuhren, weil vor der dortigen Botschaft weniger Andrang herrschte.

Letztendlich kamen in Wien alle Angereisten zu ihrem Recht und Klaus Johannis zum Sieg.


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