Stadtrand Urbanismuskolumne

Untenrum alles hui und oben 70er

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 47/14 vom 19.11.2014

In knapp zwei Wochen ist der erste Advent. Was offenbar niemanden davon abzuhalten scheint, schon jetzt in den Punschhütten die Elektrokochtöpfe anzuschmeißen, die Weihnachtsmannkostüme aus der Mottenkiste zu holen und die entsprechende Feiertagsbeleuchtung anzuknipsen. Niemanden? Nicht ganz. Die Kaufleute auf der Mariahilfer Straße scheinen den Start ins Weihnachtsgeschäft verschlafen zu haben (so wie sie im Sommer auch den Start ins Fußgängerzonengeschäft verschlafen haben). Jetzt sind Fuzo und Bezo im ersten Bauabschnitt da und, okay, ein paar Punschstände stehen bereits und die Punschnasen müssen keine Angst mehr haben, von Autos überfahren zu werden. Aber das mit der Weihnachtsbeleuchtung kriegen sie irgendwie nicht gebacken, die Kaufleute. Untenrum alles hui und oben an die Lichtmasten kommt wieder die langweilige Glühbirnen-Plastikgirlanden-Dekoration, die wohl in den 70er-Jahren schon so ausgeschaut hat. Ein Jahr geben wir euch Zeit, Kaufleute, euch was Tolles fürs Fest einfallen zu lassen. Sonst gehen wir auf die glitzernde Kärntner Straße.

Christopher Wurmdobler fragt sich, wieso die Mahü keine neue Weihnachtsbeleuchtung hat


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