"Erfolg braucht Ressourcen"

Kulturmanagerin Brigitta Burger-Utzer über die Blockbuster der Filmavantgarde und die 24 Jahre der Verleihfirma Sixpackfilm

Feuilleton | Bericht: Michael Omasta | aus FALTER 47/14 vom 19.11.2014

Natürlich kann man es für eine kleine Affektiertheit halten, wenn eine Organisation ihr 24-jähriges Bestehen feiert. Sixpackfilm, wichtigster Vertrieb des künstlerischen Films in Österreich, ist aus wenigstens zwei Gründen entschuldigt: Zum einen diente bereits das Vereinsjubiläum vor zwölf Jahren als willkommener Vorwand für eine Feier, zum anderen besitzt die Zahl 24 im Kontext des Kinos von jeher auratische Größe.

Ursprünglich ging es lediglich darum, die Retrospektive "Found Footage: Filme aus gefundenem Material" des Avantgardefilmers Peter Tscherkassky zu organisieren. Dazu war ein Verein nötig, und im Herbst 1990 erging der "Nichtuntersagungsbescheid" der Polizei. Zu den Gründungsmitgliedern zählten neben Tscherkassky die Filmemacher Martin Arnold und Lisl Ponger, der Filmkritiker Alexander Horwath sowie Brigitta Burger-Utzer, eine ehemalige Studentin der Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte.

"Dieses Festival im Stadtkino war extrem erfolgreich, damit hatten wir sofort


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