Technik Dinge, die uns brauchen

Dieses Tablet ist nur etwas für Windows-Fetischisten

Medien | Prüfbericht: Thomas Vašek | aus FALTER 47/14 vom 19.11.2014

Manche Leute brauchen eben Windows. Das ist noch immer so, und daran wird sich so bald nichts ändern. Insofern gibt es auch Bedarf an kleinen, günstigen Windows-Tablets für unterwegs. Zur Herstellung solcher Geräte geradezu berufen ist der chinesische Computerriese Lenovo, der vor einigen Jahren die PC-Sparte von IBM übernommen hat. Zum IBM-Erbe gehört unter anderem die erfolgreiche Business-Notebook-Reihe Thinkpad. Unter dem gleichen Modellnamen bietet Lenovo nun auch ein 10-Zoll-und ein 8-Zoll-Tablet an. Der 10-Zöller (ab ca. 650 Euro) besticht vor allem durch seine Leistung (u.a. 4 GB Arbeitsspeicher), edle Verarbeitung und gute Akkuleistung.

Zusammen mit der optionalen Tastatur (110 Euro) kann das Thinkpad praktisch ein Notebook ersetzen. Mit Keyboard wiegt das Teil allerdings über ein Kilogramm. Das hohe Gewicht ist Grund genug, sich auch den kleineren und mit 360 Euro wesentlich billigeren Bruder anzusehen. Doch da muss man schon Abstriche machen. Das Display und die Performance sind zwar okay, die 2 GB RAM allerdings für viele Anwendungen, wie grafikintensive Spiele, etwas wenig. Und auch die Akkuleistung kann weder mit dem 10-Zoll-Modell noch mit der Android-Oberklasse mithalten. Es sieht also so aus, als müsste man etwas mehr Geld ausgeben, um ein richtig gutes Windows-Tablet zu bekommen. Und das empfiehlt sich halt nur für Leute, die Windows wirklich brauchen. Für alle anderen sind die günstigeren Android-Tablets gut genug.

Thomas Vašek ist Journalist und Buchautor in München


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