" Kann man Deutschland mögen?"

Zum neuen Album von Herbert Grönemeyer: ein Gespräch über Techno, Fußball und die RAF, über England, Europa und den digitalen Menschen

Feuilleton | Interview: Gerhard Stöger | aus FALTER 47/14 vom 19.11.2014


Foto: Ellen von Unwerth

Foto: Ellen von Unwerth

Herbert Grönemeyer, 58, trägt einen schwarzen Anzug, einen dunkelroten Pullover, eine markante Uhr am linken Handgelenk und massiven Silberschmuck rechts. In der Suite eines Wiener Innenstadthotels, die fast schon einem kleinen Palast gleicht, empfängt er Journalisten, um über sein am 21. November erscheinendes neues Album „Dauernd jetzt“ zu sprechen. Grönemeyers Stimme ist rauer, als man sie von Platten kennt, sein Lachen ein herzliches Poltern.

Deutschlands erfolgreichster Popsänger ist keiner dieser Musiker, die vorgefertigte Antworten mehr oder weniger lustlos variieren, weil sie Interviews lediglich als Werbeveranstaltungen für ihr aktuelles Produkt verstehen. Gelöst und merklich gut gelaunt geht Grönemeyer auf jede Frage ein; die teils überraschenden Antworten sprudeln förmlich aus ihm heraus, ohne dass er thematisch abschweifen würde. Die Teetasse, die vor ihm steht, bleibt während des Gesprächs unangetastet.


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