Trinkfest durch die Krise

Trotz Besucherrekords war die Buchmesse Buch Wien auch in ihrem siebenten Jahr wieder eine sehr gemütliche Angelegenheit

Reportage: Sebastian Fasthuber | Feuilleton | aus FALTER 47/14 vom 19.11.2014

Rund 38.000 Menschen haben heuer die Buch Wien und die mit ihr verbundene Lesefestwoche besucht. Ein deutlicher Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr, aber natürlich ein Klacks, wenn man es mit dem Andrang bei den großen Buchmessen in Frankfurt und Leipzig vergleicht. Gerade diese Überschaubarkeit und das fehlende Drängeln sind es, die den Charme der Buch Wien ausmachen und auch internationale Gäste anlocken.

"In Frankfurt haben viele Verlagsleute kaum Zeit für mich. Hier freuen sie sich, wenn sie mich sehen", drückt es Egbert "Ecki" Pietsch aus. Der Geschäftsführer und "Anzeigenkeiler" (Eigendefinition) des Leipziger Monatsmagazins Kreuzer zählt zu den gar nicht so wenigen Messegästen aus Deutschland. Pietsch macht mit seinem Magazin eine Beilage zur Leipziger Messe. Er hat in Wien schon eine Reihe von österreichischen Verlagen für Anzeigen gewinnen können, wie er beim Abendessen des Folio-Verlags beim Löffeln der Frittatensuppe verriet.

Die Stimmung war nicht nur bei den inoffiziellen

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