Seinesgleichen geschieht Der Kommentar des Herausgebers

Zwei oder drei Dinge, die ich von einer Identitätsdebatte weiß


Von Armin Thurnher
Falter & Meinung | aus FALTER 47/14 vom 19.11.2014

Lassen wir es einmal dahingestellt sein, ob Stolz den geeigneten moralischen Aggregatzustand für Identitätsdebatten bildet. Packen wir gleich die Frage beim Schopf, warum wir uns so mir nichts, dir nichts in eine Identitätsdebatte hineinziehen lassen. Der Integrationsminister habe es gut gemeint, wurde behauptet. Ja. Vor allem gut mit sich selbst. Wir führen keine Österreichische-Identitäts-Debatte. Wir führen eine Sebastian-Kurz-Identitätsdebatte. Schwups, schon führe ich mit. Ja, ich bin stolz auf ihn, den jüngsten Bundeskanzler aller Zeiten in spe. Jetzt noch der Ukraine-Friedensschluss, und i bin waach.

Aber er meint es nur gut! Will nur Türken integrieren, die bei Fußballspielen Österreich - Türkei Lärm für die Falschen machen, dass man meinen könnte, man sei nicht im Wiener Ernst-Happel-Stadion, sondern in der Türk-Telekom-Arena in Istanbul. Wie schön wäre sie, die inklusive nationale Identität. Wie gut schmeckt er, der warme Eislutscher.

Mit Stolz bestärkt man

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