Kampf gegen die Giganten

Die Onlineversandriesen graben dem Einzelhandel das Wasser ab. Das verändert auch Wien

Stadtleben | Geschäftsbesuch: Birgit Wittstock | aus FALTER 47/14 vom 19.11.2014

Als Geschäftsinhaber hat man allen Grund, sich verzweifelt die Haare zu raufen. Tagtäglich sieht man die schwer beladenen Postboten tonnenweise Pakete von Amazon, Zalando, eBay und Co austragen, während die eigenen Kunden immer weniger werden. Waren es in den 1990er-Jahren noch die Supermärkte und Einkaufszentren mit ihren gigantischen Sortiments, die den kleinen Geschäften die Käufer abspenstig gemacht haben, haben die großen Ketten mittlerweile den gleichen Feind wie die Kleinen: das Internet. Onlinehandel bedeutet Shoppen rund um die Uhr, schier unbegrenzte Auswahl und Lieferung nach Hause oder ins Büro. Da steigt der Einzelhandel aus.

2013 hat der heimische Handel rund 54,4 Milliarden Euro eingenommen - ein Umsatzrückgang von einem knappen Prozent im Vergleich zum Jahr davor. Laut KMU-Forschung Austria kaufen 3,7 Millionen Österreicher im Netz ein und haben dabei im Vorjahr etwa 5,9 Milliarden Euro ausgegeben. Zum Vergleich: Vor acht Jahren waren es noch 1,5 Milliarden, der


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