7 Sachen, die Sie über den SCHWEDENPLATZTUNNEL nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 48/14 vom 26.11.2014

Ach ja: die berühmte Untertunnelung, erdacht von Bezirkskaiserin Ursula Stenzel. Wann kommt die?

Nun, wie es aussieht, wird sie weiterhin Stenzels Traum bleiben.

Wieso das denn?

Weil die Untertunnelung laut Planungsstadträtin Maria Vassilakou mit rund 100 Millionen Euro extrem teuer werden würde.

Aber laut Stenzels Machbarkeitsstudie von vergangenem Sommer war das Projekt doch gar nicht so arg teuer?

Stimmt. Stenzels Studie ging von "nur" 43 Millionen Euro für die zweispurige Untertunnelung zwischen Morzinplatz und Dominikanerbastei aus; inklusive Straßenbahngleisverlegung und Oberflächengestaltung.

Wie kommt's also zu dieser enormen Differenz?

Laut Vassilakou wäre mit dem Tunnel nicht nur die Querung eines großen Abwasserkanals verbunden, man müsste auch die unterirdische Trafostation für die U1 und U4 verlegen und vier Tragwerke von Donaukanal-Brücken anheben. Das kostet eben.

Und was nun? Gibt es eine Alternative?

Vassilakou überlegt nun offenbar eine Überplattung, quasi eine große Terrasse über dem Schwedenplatz.

Gab es nicht schon eine ähnliche Idee?

Ja. 2007 wurde aus dem Projekt "Trialto-Brücke", sieben vernetzten Brücken, die den ersten und zweiten Bezirk verbinden sollten, der "Pocketpark" geboren - eine Überplattung des Platzes.

Was wurde daraus?

Dieser Plan einer begrünten Plattform, die den Verkehr überbrücken sollte, wurde letztlich ad acta gelegt. Aber anscheinend will Vassilakou die Idee nun doch wieder aufgreifen.


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