"Feminist? Nein, das bin ich nicht"

Reinhold Mitterlehner will keine Tabus mehr für seine ÖVP. Aber kann der Mann auch Nein sagen? Ein Gespräch über die Grenzen bürgerlicher Beliebigkeit

Politik | Interview: Barbara Tóth | aus FALTER 48/14 vom 26.11.2014

Das mit Django war ein guter Einstiegsgag, aber jetzt wäre es dann langsam genug, scherzt der mit 99,1 Prozent frisch gewählte ÖVP-Chef Reinhold Mitterlehner. Die Falter-Zeichnung, die ihn als den bekannten Westernhelden zeigt, hängt trotzdem prominent in seinem Büro.

Auch in jüngst veröffentlichten Meinungsumfragen mischt die ÖVP wieder mit im Kampf um den ersten Platz. Unter Mitterlehners Vorgänger Michael Spindlegger lag sie abgeschlagen auf Platz drei.

Ist das schon ein Ergebnis der thematischen Öffnung, die Mitterlehner Tag ein, Tag aus predigt? Wenn die Volkspartei nun ganz in die Mitte rückt, was macht sie dann noch unterscheidbar von anderen Parteien? Ein Gespräch über echte und kalkulierte Tabubrüche.

Falter: Herr Mitterlehner, sind Sie jetzt auch ein pinker Schwarzer?

Reinhold Mitterlehner: Ich will mich nicht irgendwelchen Farbkategorien zuordnen lassen. Wenn damit ausgedrückt werden soll, dass mein Staatssekretär Harald Mahrer offen denkt, so kann ich das nur unterstützen.


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