Viel Sixties, wenig Swing

Der britische Autor Nick Hornby erzählt in "Miss Blackpool", wie das Team einer fiktiven TV-Serie in London die 1960er erlebt

Feuilleton | Buchkritik: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 48/14 vom 26.11.2014

Seine Frühwerke "Fever Pitch" und "High Fidelity" prägen Nick Hornbys Image bis heute. Mehr noch als andere Autoren seiner Generation gilt der Brite mit dem Faible für Massenkultur von Fußball bis Pop als Junggebliebener. Tatsächlich ist Hornby inzwischen 57. Und sein neuer Roman zeigt das auch, for better or for worse.

"Miss Blackpool" (im Original: "Funny Girl") ist die nostalgische Geschichte einer Kurzzeit-Schönheitskönigin, die als TV-Komödiantin die Menschen zum Lachen bringen möchte und das zur Überraschung ihres Umfelds auch schnell schafft. Barbara ist eine typische Wuchtbrumme der frühen 1960er, blond und vollbusig. Warum sie bei der Wahl zur Miss Blackpool 1964 antritt, weiß sie selbst nicht so genau, will sie doch dringend weg aus der Provinz. Als sie den Titel gewinnt, gibt sie ihn auch gleich an die Zweitplatzierte weiter. Am nächsten Tag bricht sie nach London auf.

Es ist eine Ära, in der hübsche Mädchen in Londoner Kosmetikläden arbeiten. Nicht weil sie scharf


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