Fußball Glosse

My home is my castle? Ein Phänomen dankt ab

Stadtleben | aus FALTER 48/14 vom 26.11.2014

Der Kurier hat vorige Woche etwas Erstaunliches aufgedeckt: In der österreichischen Bundesliga gibt es keinen Heimvorteil mehr. Nach 15 Runden hatten die Mannschaften auswärts exakt gleich viele Punkte wie daheim geholt. Der Heimvorteil war immer schon ein schwer zu erklärendes Phänomen, ähnlich "psycho" wie die Rapid-Viertelstunde oder das ungeschriebene Gesetz, wonach der Gefoulte nicht selbst den Elfmeter schießen sollte. Warum es im eigenen Stadion leichter sein soll, Tore zu schießen, liegt ja nicht unbedingt auf der Hand. Okay, man kennt den Platz besser - aber Gras bleibt Gras, und das Tor ist überall gleich groß. Sicher, daheim hat man die Fans auf seiner Seite - aber kann das nicht auch störend sein? Noch ist Österreich ein Einzelfall. Aber was passiert, wenn es den Heimvorteil auch im Rest der Welt einmal nicht mehr gibt? Kein Problem, der Fußball kann auch ohne gut leben. Nur die Auswärtstorregel müsste dann wohl abgeschafft werden.


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