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Zwischen Sub- und Hochkultur: Kate Tempest

Lexikon | GS | aus FALTER 48/14 vom 26.11.2014

Der Bohèmien und sein kleiner Bruder, der Slacker, sind offensichtlich popkulturelle Auslaufmodelle, legen junge Kulturschaffende heute doch oft schon in sehr jungen Jahren eine große Umtriebigkeit an den Tag. Die Londonerin Kate Tempest etwa blickt mit 28 bereits auf eine Karriere als Autorin und Spoken-Word-Künstlerin zurück, selbstverfasste und gleich ordentlich gefeierte Theaterstücke sind ebenfalls aktenkundig. Mit dem reizvoll spröden Album "Everybody Down" hat sie heuer auch als Musikerin respektive Rapperin überzeugt, wobei sie ihren Anspruch als Autorin und Erzählerin auch ins Popformat überträgt. Die Musik verzichtet bewusst auf Hochglanzproduktion und fette Beats; in der poetischen Veredelung der Alltagssprache ist Kate Tempest inhaltlich ihrem britischen Kollegen Mike Skinner alias The Streets nicht unähnlich.

Flex, Mo 21.00


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