Wie Pop werden die Wiener Festwochen?

Ausgekremst: In zwei Jahren wird Donaufestivalmacher Tomas Zierhofer-Kin Intendant der Wiener Festwochen. Wird dann alles anders?

Feuilleton | Analyse: Wolfgang Kralicek | aus FALTER 48/14 vom 26.11.2014

Wenn das Smartphone des künftigen Festwochen-Intendanten läutet, schallt die garstige Zeile "Sucking on my titties" durch den Raum. Tomas Zierhofer-Kin hat den Peaches-Song "Fuck the Pain Away" als Klingelton gewählt.

Beim Donaufestival in Krems, wo Zierhofer-Kin seit 2005 Intendant ist, gehört die für explizite Texte bekannte kanadische Musikerin zu den Stammgästen. Ab 2017 werden auch bei den Festwochen neue Töne angeschlagen. Im Rathaus wurde Zierhofer-Kin, 46, vorige Woche als Nachfolger von Markus Hinterhäuser, 56, vorgestellt.

Es machte den Eindruck, als wäre es höchste Zeit gewesen. "Es geht darum, für die Zukunft sicherzustellen, dass es neues, junges Publikum gibt", meinte Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny kämpferisch.

"Es wird nicht mehr reichen, in den Innenstadttempeln Festwochen zu zelebrieren", verkündete der Festwochen-Aufsichtsratsvorsitzende Rudolf Scholten, den alle als "Festwochen-Präsident" ansprechen, obwohl es dieses Amt längst nicht mehr gibt. "Wir


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