Nachgetragen Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Steinhofgründe: Ein Kompromissvorschlag liegt auf dem Tisch

Politik | Joseph Gepp | aus FALTER 48/14 vom 26.11.2014

Es war der vielleicht aufsehenerregendste Fall von Bürgerbeteiligung in Wien der vergangenen Jahre: Im Jahr 2011 hätte das Areal des Otto-Wagner-Spitals am Steinhof verkauft und verbaut werden sollen. Doch nach massiven Protesten lenkte das Rathaus ein. Der Verkauf wurde abgeblasen, die geplante Verbauung nach Konsultation einer Expertengruppe stark abgespeckt.

Vergangene Woche nun hat die rotgrüne Rathauskoalition präsentiert, wie genau es mit dem Otto-Wagner-Spital weitergehen soll. Kernpunkte: Eine Tochterfirma der gemeindeeigenen Wien-Holding erarbeitet ein Nutzungskonzept. Grünflächen bleiben erhalten. Einige neue Wohnungen am Rand des Areals werden zwar gebaut, erhalten aber soziale Schwerpunkte, indem sie etwa für Alten-WGs zur Verfügung gestellt werden.

Ein Sieg der Zivilgesellschaft? Es sei natürlich gut, dass das Areal als "Gemeingut" erhalten bleibe, lässt die federführende Bürgerinitiative Steinhof per Aussendung wissen. Allerdings: Es fehle ein stringentes, durchgängiges Nachnutzungskonzept für das weltweit einzigartige Areal. Die zuständige Wien-Holding-Tochter habe bisher "außer Verkäufen nach Arealszerstückelungen keine Ideen dazu geliefert", sagen die Bürger.


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